MKG: Orale Plattenepithelkarzinome

Intraoperative Tumordarstellung und Schnittrandkontrolle sowie Therapiestudien im orthotopen Xenograft-Mausmodell des oralen Plattenepithelkarzinoms.

Ein entscheidender Parameter für das rezidivfreie Überleben nach operativer Entfernung von oralen Plattenepithelkarzinomen ist die vollständige Tumorresektion. Hierzu gibt es kein klinisches Verfahren zur direkten intraoperativen Kontrolle. Zur Überprüfung können nur histopathologische Schnellschnitte eingesetzt werden, die die dreidimensionale Situation des OP-Situs nur unzureichend wiedergeben können.

Durch den Einsatz neuartiger multimodaler Nanopartikel möchten wir ein Verfahren zur intraoperativen fluoreszenzbasierten Schnittrandkontrolle entwickeln. Hierzu steht ein neues Operationsmikroskop mit Fluoreszenz-Bildgebung zur Verfügung. Die Nanopartikel sind mit dem Fluoreszenzfarbstoff Cy5 und 131I markiert und gegen αvβ3-Integrine gerichtet.

Die in-vivo Darstellung mit einem gegen αvβ3-Integrine gerichteten Fluoreszenzmarker konnten wir in unserem neu etablierten Mausmodell erfolgreich zeigen. Um die Übertragbarkeit in die Klinik zu zeigen, untersuchen wir die Expression von αvβ3-Integrinen an humanen Gewebeproben. Die Validierung der bereits durchgeführten Expressionsanalyse von Tumorfällen erfolgt immunhistochemisch.
 

Analytischer Nachweis erhöhter Ausscheidung von Kollagenquerverbindungen (Hydroxylysylpyridinolin und Lysylpyridinolin) bei bestrahlten Patienten/-innen.

Die Therapie des Mundhöhlenkarzinoms basiert auf einer Kombination von Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Folgen der Bestrahlung sind in der Regel Strahlenmucositis, Xerostomie, Strahlenkaries und im schlimmsten Fall eine infizierte Osteoradionekrose. Im Vorfeld einer Bestrahlungstherapie ist daher eine konservierende und chirurgische Zahnsanierung aller kariösen und nicht erhaltungswürdigen Zähne erforderlich.

Durch die Bestrahlung zeigt der Unterkieferknochen als Wirkung einer Schädigung immer eine verminderte Vaskularisation und eine mehr oder weniger ausgeprägte Nekrose. Kommt es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion durch beherdete Zähne oder Wundheilungsstörungen nach zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen, resultiert daraus die infizierte Osteoradionekrose, die einer langwierigen und kostenintensiven Therapie bedarf.

Bis heute sind nur histomorphologische Untersuchungen zu Veränderungen des Knochens nach Strahlentherapie durchgeführt worden. Es gibt keine Untersuchungen zu Veränderungen in der extrazellulären Matrix des Knochens ins besonders Kollagene, die im Verlauf einer Osteoradionekrose vermehrt als Abbauprodukte im Urin nachgewiesen werden.

Link zur Webseitge der Arbeitsgruppe/des Instituts
 

Bei Interesse an einer Promotions- oder Habilitationsarbeit wenden Sie sich bitte an:

Yahya Acil

Prof Dr. rer. nat. Yahya Açil


Institut/Klinik: Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie; UKSH, Campus Kiel

Anschrift: Arnold-Heller-Str. 3, Haus 26, 24105 Kiel
Telefon: +49 431/500-26190
E-Mail: yahya.acil@uksh.de