Innere Medizin II: IgA Antikörper in der Tumortherapie

Monoklonale Antikörper haben in den letzten Jahren zunehmende Bedeutung in der Tumortherapie erlangt. Hierfür werden bisher ausschließlich Antikörper vom IgG Isotyp verwendet. Neuere Ergebnisse zeigen, dass aber auch Antikörper vom IgA Isotyp interessante immuntherapeutische Eigenschaften besitzen. So sind monomere IgA Antikörper besonders effizient in der Aktivierung myeloischer Effektorzellen (Granulozyten, Monozyten/Makrophagen).

Als J-Ketten- haltige dimere Moleküle können IgA Antikörper zu einer effizienteren Vernetzung von Zielantigenen und damit zu einer verstärkten Induktion von Apoptose führen. Außerdem werden dimere IgA Antikörper aktiv auf seröse Oberflächen z.B. des Darms und der Lunge sezerniert, wo sie in der mukosalen Immunabwehr wichtige Funktionen besitzen.

In unserer Arbeitsgruppe wurden in den letzten Jahren Methoden zur Produktion und Aufreinigung rekombinanter IgA Antikörper etabliert. Als Zielmoleküle auf den Tumorzellen fungieren aktuell die klinisch relevanten Antigene CD20 und EGFR. Mittels molekularbiologischer, biochemischer und funktioneller Untersuchungen werden IgA Antikörper mit den klinisch zugelassenen IgG Molekülen verglichen. Hierbei spielen molekulare und zellbiologische Eigenschaften der untersuchten Tumorzellen eine wesentliche Rolle als mögliche Biomarker, um so einen möglichst erfolgsversprechenden Einsatz innovativer Moleküle zu gewährleisten.

Die genannten Untersuchungen werden von renommierten Drittmittelgebern gefördert und werden regelmäßig in entsprechenden Journalen publiziert.

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Bei Interesse an einer Promotions- oder Habilitationsarbeit wenden Sie sich bitte an:

Stefan Lohse       Thomas Valerius

Dr. rer. nat. Stefan Lohse         Prof. Dr. med. Thomas Valerius


Abteilung/Arbeitsgruppe: Sektion für Stammzell- und Immuntherapie / AG Valerius

Institut/Klinik: Medizinische Klinik II des UKSH, Campus Kiel und CAU Kiel

Anschrift: Schittenhelmstr. 12, 24105 Kiel
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